Bürgerversicherung?

Nein danke!

Auswirkungen

Laut Statistischem Jahrbuch des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft gab es im Jahr 2009 in der Privaten Krankenversicherung rund 41.000 Angestellte. Der Arbeitgeberverband nennt für 2012 32.000 Innendienstler in der PKV, 6.000 Beschäftigte von Holdings, die für die PKV arbeiten und 2.000 fest angestellte Außendienstler. Laut Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sind es ohne die Konzernangestellten 35.500. Damit ist sehr gesichert, dass es bis hierhin um 40.000 bis 41.500 Arbeitsplätze geht.

Außerdem gibt es aber ca. 266.000 eingetragene Versicherungsvermittler. Vertriebsspezialisten gehen davon aus, dass 10 – 15 % von ihnen ihr Geschäft aufgeben müssen, wenn sie keine privaten Krankheitskostenvollversicherungen mehr verkaufen können. Das sind weitere 26.600 bis 39.900 Arbeitsplätze.

Wer sich für die "Bürgerversicherung" einsetzt, muss deshalb wissen, dass ihre Einführung zwischen 66.600 und 81.400 Arbeitsplätze bedroht. Jeder Vierhundertste aller in Deutschland nicht nur geringfügig Beschäftigten, kann dadurch erwerbslos werden.

Befürworter der "Bürgerversicherung" behaupten immer, das sei Schwarzmalerei. Die Arbeit sei in der "Bürgerversicherung" immer noch vorhanden. Diese Behauptung ist aber mit den Fakten nicht vereinbar.

Die größte Angestelltengruppe der PKV arbeitet in der Leistungsbearbeitung. In der "Bürgerversicherung" wird der größte Teil des Budgets unabhängig von den erbrachten Leistungen in monatlichen Raten an die kassenärztliche Vereinigung überwiesen. Allein dadurch werden bei ihrer Einführung mindestens 75.000 Arbeitsplätze vernichtet.

Die Beiträge der "Bürgerversicherung" werden vom Gesetzgeber festgelegt. Alle Arbeitsplätze, die etwas mit der Beitragskalkulation zu tun haben, sind also auch weg. Ebenso die meisten in der Antragsbearbeitung, es muss ja ohne Prüfung jeder aufgenommen werden. Eine Police gibt es auch nicht. Der Großteil der Beiträge wird von Arbeitgebern in großen Summen überwiesen, dadurch entfallen ebenfalls viele Arbeitsplätze im Inkasso. Alles was an Unterstützung des Außendienstes geleistet wird, entfällt weitgehend, denn die verbleibenden Zusatzversicherungen werden überwiegend im Direktvertrieb verkauft. Mit dem Umfang der Unternehmen reduzieren sich auch alle weiteren Abteilungen, wie Rechnungswesen, Personalwesen, Ausbildung, allgemeine Verwaltung.

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